2026
Herzlicher Empfang durch die Gemeinde Thal und ihre Vereine
Etliche Vereinsdelegationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner waren der Einladung der politischen Gemeinde Thal zum Empfang der Musikgesellschaft Altenrhein-Staad bei der «Moschti» Staad trotz nasskalter Witterung gefolgt. So fand das Eidgenössische Musikfest mit Fahnengruss und Ansprache von Gemeindepräsident Simon Diezi einen würdigen Abschluss. Für die moralische und finanzielle Unterstützung danken die Musikantinnen und Musikanten unter Präsident Jan Keel herzlich!

Musikreise Biel, Bern & Laupen
In Verbindung mit dem Eidgenössischen Musikfest in Biel wurde eine Musikreise angeboten. Das Organisationskomitee bestehend aus Julia Cavallaro, Joel Laub, Curdin und Rico Willi hatte Hotelzimmer in Bern gebucht und am Freitagmorgen fand sich tatsächlich eine Gruppe zur Schnitzeljagd durch Bern ein. Andere bekämpften die Nachwirkungen der Feier, die nach der Veröffentlichung unserer Wettspielergebnisse eine Eigendynamik entwickelt hatte, mit der etwas chaotischen Suche nach einem Café (siehe «Verbesserungspotential»). Wir reisten danach nochmals nach Biel, um am EMF die Konzertvorträge befreundeter Vereine zu besuchen, bei der Marschmusik mitzuklatschen und die Shows auf der Hauptbühne zu geniessen. Am Samstag ging es nach dem Frühstück nach Laupen, wo Schienenvelo-Fahren, Bogen- und Blasrohrschiessen auf dem Programm standen. Es war ein grosser Spass und alle waren mit Eifer und Freude dabei. Herzlichen Dank ans OK und die anderer Vereinsmitglieder, die das OK tatkräftig unterstützten.
«Verbesserungspotential»: Der Weg vom Instrumentendepot zum Wettspiellokal wurde durch nicht fachgemässe Anwendung einer Navigations-App um einen Waldspaziergang verlängert. Dieser hatte glücklicherweise keinen negativen Einfluss auf den Gruppenzusammenhalt und die Konzentration ;-)

Vorbereitungskonzert
Das EMF rückt näher und das Vorbereitungskonzert am 26.4. hat gezeigt, dass wir mit dem Aufgabenstück „Endless Peace“ des Komponisten Pierre-Etienne Sagnol gut unterwegs sind. Die Solo-Passagen wurden überzeugt gespielt und die rhythmischen und zum Teil sehr schnellen Passagen haben an Präzision gewonnen. Das Publikum im Saal des evangelischen Kirchgemeindehauses in Thal konnte deutlich merken, dass uns dieses abstrakte und spannende Stück, mit dem wir uns erst seit acht Wochen beschäftigen können, gefällt. Dirigent Christoph Kling kann in den nächsten Proben auf dieser Basis weiter am Stück feilen und auch unser Selbstwahlstück, die „Alvamar Overture“ von James Barnes, das schon sehr routiniert läuft, hat noch Verbesserungspotential. Abgerundet wurde das gut besuchte Konzert u.a. mit dem Rhema-Marsch.

Musikgesellschaft Altenrhein-Staad mit solider Leistung am Eidgenössischen Musikfest in Biel
Am 14. Mai 2026 reisten wir Musikantinnen und Musikanten der MG Altenrhein-Staad ans Eidgenössische Musikfest in Biel. 30 Jahre nach der erstmaligen Teilnahme des Vereins an einem Eidgenössischen Musikfest, traten wir nun erstmals in der 2. Stärkeklasse Harmonie an. Immer noch dabei neun Mitglieder, die schon in Interlaken dabei waren, und mehr als zehn Mitglieder, die ihr erstes Eidgenössische erlebten, darunter drei junge Musikanten, für die es der erste Wettbewerb überhaupt war. In der etwas abseits gelegenen Schulanlage Linde trugen wir zuerst das Pflichtstück «Endless Peace» vor. Zehn Wochen lang hatten wir Zeit gehabt, mit unserem Dirigenten Christoph Kling das herausfordernde und doch interessante Werk einzustudieren. Die Jury, in der auch der Komponist Pierre-Etienne Sagnol sass, vergab 89 von 100 Punkten für unsere Leistung. Sie lobte die schöne Interpretation durch den Dirigenten und den ausgewogenen Orchesterklang trotz zahlenmässiger Unausgewogenheit in manchen Registern (z.B. sechs Klarinetten gegenüber vier Tuben). Ausserdem fiel der Jury auf, dass viele junge Musikantinnen und Musikanten auf der Bühne mitspielten. Für das Selbstwahlstück «Alvamar Overture» von James Barnes vergab die Jury sogar 90.66 Punkte. Unter den 24 von derselben Jury bewerteten Vereine belegten wir damit den 12. Rang: eine Leistung, auf die wir stolz sind.
Regen davor, Regen danach, doch wir durften ihren Marsch, «Sonnenschein» von Jean-Pierre Fleury, trockenen Fusses absolvieren. Um die Noten hätten wir uns eh keine Sorgen machen müssen, da wir wie immer auswendig spielend marschierten. Mit den 87 von 100 Punkten sind wir ob der wenigen Marschmusikproben sehr zufrieden. Wir erreichten damit den 8. Rang unter 38 Vereinen, die auf der Marschmusikstrecke 2 bewertet wurden.
Nach der Parademusik am Abend fiel die Anspannung ab und wir genossen das gut organisierte Eidgenössische Musikfest

106. Hauptversammlung
Am 30. Januar trafen sich die Aktivmitglieder der MG Altenrhein-Staad im Eventlokal Rinisgmünde in Altenrhein. Unter den Gästen konnte Präsident Jan Keel Vertreter der Ortsgemeinde Altenrhein, der politischen Gemeinde Thal und der beiden Verkehrsvereine von Staad und Altenrhein begrüssen. Einem Austritt stand ein Eintritt gegenüber, so dass die Zahl der Aktivmitglieder weiterhin 38 beträgt. Die Berichte von Präsident Jan Keel und Dirigent Christoph Kling waren sich einig, dass das neue Probelokal, das uns temporär von der politischen Gemeinde zur Verfügung gestellt wird, einen Gewinn für den Verein darstellt, nicht nur in musikalischer Hinsicht. Des weiteren zeigte der Podestplatz an den Rheintaler Kreismusiktagen, dass wir nicht nur in der 2. Stärkeklasse angekommen sind, sondern auch vorne mitspielen. Notabene im besten Kreis des Kanton St. Gallen. Kassierin Karin Herzog erläuterte die Jahresrechnung und das Budget 2026. Der grösste Ausgabeposten werden die Kosten für die Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in Biel werden. In der Vize-Direktion gibt es einen Wechsel: Curdin Willi hat das Amt zusammen mit seinem Sitz in der Musikkommission nach gut 10 Jahren abgegeben. Andrin Willi wurde neu in beide Ämter gewählt. Ehrungen und Danksagungen rundeten die HV ab.

Neujahrsauftakt
Wie fängt das Neue Jahr für einen Musikverein gut an? Wenn man von der Bühne aus auf ein erwartungsvolles Publikum blicken kann, das die Halle fast füllt. Wenn der Dirigent den Musikantinnen und Musikanten das Gefühl vermittelt, dass - auch wenn das Hauptwerk die Messlatte wieder ein Stück nach oben geschoben hat und nicht alle Sechzehntelläufe perfekt sitzen - dass sie das Werk mit der richtigen Energie und Begeisterung spielen können. Oder auch: wenn man einem seiner Ehrenmitglieder eine Freude machen und genau an diesem Tag musikalisch zum Geburtstag gratulieren darf.
Gemeinsam mit der Ortsgemeinde Altenrhein hatte die MG Altenrhein-Staad am Samstag, 03. Januar 2026, erneut zum Neujahrsauftakt in die Turnhalle Altenrhein eingeladen. Simon Diezi, Präsident der politischen Gemeinde Thal, betonte in seiner Neujahrsansprache die Wichtigkeit des Miteinanders. Gemeinsam den Rhythmus zu spüren und ihn zu leben, sei in der Gesellschaft ebenso wichtig wie in der Musik.
Das anspruchsvolle musikalische Programm wurde mit „On Fire“ von Michael Geissler eröffnet. Danach zeigte Gian Signer als Solist auf der Querflöte sein Können mit dem Stück „Sketches for Flute“ von André Waignein. Mit der „Alvamar Overture“ von James Barnes wird die MG Altenrhein-Staad am Eidgenössischen Musikfest in Biel antreten. Diese erste Aufführung war eine gelungene Standortbestimmung. „Full of Beans“ (auf deutsch in etwa „voller Tatendrang“ oder „aufgekratzt“) von Thiemo Kraas gefiel mit lustigen musikalischen Einfällen. Severine Peng und Simon Keel boten eine gelungene Interpretation des Duetts „Shallow“ aus dem Film „A Star is Born“. Das Hauptwerk hatte Dirigent Christoph Kling als Höhepunkt ans Ende des Konzertes gesetzt. „Fire in the Blood“ von Paul Lovatt-Cooper verlangte vom Orchester noch einmal volle Konzentration. Der Energie der rasanten Läufe, triumphierenden Fanfaren und eindringlichen Melodien konnte sich niemand entziehen. In der Zugabe „Im Weissen Bräuhaus“ von Stephan Hutter kamen noch zwei Biergläser als Rhythmusinstrumente zum Einsatz. Und den traditionellen Schlusspunkt setzte der Radetzky-Marsch. Wie fängt das Neue Jahr für einen Musikverein gut an? Wenn jeder im Verein sich für den Verein einsetzt, sich nach dem Konzert sofort um den Apéro kümmert, die Bühne aufräumt, Stühle stapelt, den Boden fegt… Das Jahr fängt gut an - miteinander.
